Aufbau einer Eigenheimfinanzierung
Oft ist in einer Familie nur ein Familienmitglied voll berufstätig. Und bei den hohen Lebenshaltungskosten, die mal mehr mal weniger kräftig steigen (Benzin, Lebensmittel, Heizung, Strom) muss die Familie mehr und mehr rechnen. Wo bleibt da noch Geld übrig, um eine Eigenheimfinanzierung aufzubauen?
Früher gab es für jedes Kind extra Geld, wenn ein Eigenheim gebaut wurde und vor allem gab es die Eigenheimzulage. Heute muß man sich über Bausparverträge und eigene Sparpläne den Traum vom Eigenheim verwirklichen. Seit dem Wegfall der Eigenheimzulage zum 01. Januar 2006 ist die Anzahl der Neubauten drastisch zurückgegangen.
Es ist nicht verwunderlich, dass eine Durchschnittsfamilie heutzutage kaum noch das Wagnis einer Hausfinanzierung eingehen will.
Die Baugrundstücke sind sehr teuer, die Baukosten in den letzten Jahren stark gestiegen.
Hier bieten nicht nur regionale Banken und Sparkassen recht gute Finanzierungsangebote. Auch online oder über Versicherungsmakler lassen sich teils gute Konditionen erzielen. Wichtig bei der Hausfinanzierung ist generell die Bausparsumme und die Laufzeit.
Während der Laufzeit hat man einen garantierten Zinssatz. Der ist nicht ganz unerheblich, wenn man die Dauer einer Eigenheimfinanzierung bedenkt, die 20 oder gar 30 Jahre und mehr betragen kann. Bei variablem Zinssatz kommen hier schnell höhere monatliche Tilgungsraten zusammen. Deshalb ist vor dem Kauf ein Vergleich verschiedener Angebote von Banken und Sparkassen unbedingt nötig und auch sinnvoll.
Eigenkapital sollte unbedingt mit eingebracht werden. Angebote die versprechen, dass man eine Eigenheimfinanzierung ohne Eigenkapital aufbauen kann, sind unseriös.
Denn eines ist klar: Möchte man etwas finanzieren (ob es nun ein Auto oder ein Haus ist), so ist dies am günstigsten, wenn man dies mit möglichst viel Eigenkapital tut. Hierbei sollte die Summe möglichst hoch angespart werden. Dann hat man günstigere und bessere Konditionen.
Derzeit wird auf dem Markt eine durchschnittliche Eigenheimfinanzierung bei 10-jähriger Laufzeit für knapp 5 Prozent angeboten, was noch sehr günstig ist. Doch ein niedriger Zins macht noch keine günstige Finanzierung.
Genauso wichtig sind passende Sondertilgungsrechte und eine geschickte Integration von vergünstigten Förderkrediten. Im digitalen Zeitalter hat man es bei der Recherche leicht und kann auf einfache Weise die Kreditangebote von Banken und Bausparkassen untersuchen.
Der Vergleich lohnt sich: Bei einer Kreditsumme von 200.000 Euro sparen Bauherren schon bei einem Zinsunterschied von nur 0,5 Prozentpunkten rund 28000 Euro in 20 Jahren.
Also nicht zögern, sondern die Scheu ablegen, Antragsformular im Internet ausfüllen und möglichst allumfassend bei den einzelnen Vermittlern informieren; das ist die Devise, wenn man mit seinen Finanzplänen günstig abschneiden will.
Für viele Bauwillige ist es sinnvoll, die Eigenheimfinanzierung nicht als ein einziges Darlehen über die gesamte Summe bei ihrer Bank aufzunehmen, sondern auch ein Teildarlehen der staatlichen KfW-Förderbank in diese Finanzierung mit einzuplanen. Die KfW finanziert bis zu 30 Prozent der Gesamtkosten mit einem zinsgünstigen Kredit.
Vor der Vermittlung der besonders günstigen KfW-Programme scheuen jedoch sogar Branchenriesen oder die eigene Hausbank zurück. Dies ist dadurch zu erklären, dass Banken und Sparkassen bei der Vermittlung eines Kfw-Kredites keine Provision kassieren.
Dabei sind diese KfW-Kredite teils sehr interessant. Man sollte sich nicht scheuen, diese Möglichkeit bei einem Beratungsgespräch zu erörtern und falls möglich den Vertagsabschluß davon abhängig zu machen.
Immer daran denken: Die günstigste Eigenheimfinanzierung gibt es in vielen Fällen über Vermittlungsgesellschaften. Ein unverbindliches Angebot ist schnell eingeholt,kostet nichts und kann Ihnen vielleicht da den Traum vom Eigenheim erfüllen, wo andere Möglichkeiten schon versagt haben.
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