Grundlagen Ihrer Hausfinanzierung

Sparschwein

Eine Hausfinanzierung ist das Gleiche wie eine Immobilienfinanzierung. Sehr oft geht es um die Finanzierung eines Neubaus oder einer Eigentumswohnung.

Die Familie ist gewachsen, man hat einen gutbezahlten Job bekommen oder ein wenig Geld geerbt und will nun diese Umstände zu einer Verbesserung des Lebensstandards nutzen. Für viele Menschen steht das Wohnen an erster Stelle und ist gleichbedeutend mit Lebensqualität.

Es gibt die Haufinanzierung mit und ohne Eigenkapital. Empfehlenswert ist es in allen Fällen, so viel wie möglich vorher anzusparen, bzw. als Eigenkapital einzusetzen. Nicht nur werden die Konditionen günstiger, auch die Zinsen werden niedriger.

Meistens ist es so, daß nach Fertigstellung des Anwesens recht schnell das Geld ausgeht, weil es um so banale Entscheidungen wie z. B. Qualität der Badfliesen oder des Parketts im Wohnzimmer geht.

Wie schon erwähnt, je höher die Eigenmittel in die Finanzierung der Immobilie mit einfließen, desto geringer ist der Anteil, der später für Tilgung und Zinsen aufgebracht werden muss. Als Eigenkapital gelten Bargeld, Sparguthaben, Bausparguthaben sofern in Kürze zuteilungsreif , Festgeld und festverzinsliche Wertpapiere.

Aktien und Anteile an Investmentfonds sollte man schnell verkaufen und das frische Kapital als Festgeld anlegen, um es dann als Eigenkapital für die Hausfinanzierung zu verwenden zu können. Man kann immer wieder beobachten, wie selbst die Papiere solider Firmen an Wert verlieren können und daher für eine solide Planung nicht geeignet sind.

Als Eigenmittel gelten im weiteren Sinne Verwandten- und Arbeitgeberdarlehen und eventuelle öffentliche Zuschüsse. Auch Eigenleistungen können die finanzielle Belastung senken. Es sollte aber mit maximal fünf bis zehn Prozent der Bau- bzw. Renovierungskosten angesetzt werden.

Bedenken sollte man in diesem Zusammenhang auch, dass bei baulichen Eigenleistungen Versicherungsschutz für die Helfer bei der zuständigen Berufsgenossenschaft beantragt werden muss. Natürlich muss auch eine Bauherrenhaftpflichtversicherung abgeschlossen werden.

Tragende Säule der Baufinanzierung ist ein langfristiges Hypothekendarlehen. Im Durchschnitt werden jedoch nur rund 60, höchstens 80 Prozent der Finanzierung darüber abgedeckt. Der restliche Betrag muss über andere Mittel wie Eigenkapital und Bausparverträge finanziert werden.

Die Absicherung der Hypothek erfolgt durch eine Eintragung im Grundbuch. Das heißt: Für das Geld, das die Bank zur Verfügung stellt, will sie eine Sicherheit. Das Kreditinstitut erhält ein im Grundbuch verbrieftes Pfandrecht. Wenn die Raten nicht mehr bezahlt werden können, darf die Bank eine Zwangsversteigerung einleiten.

Alles will gut geplant sein, bevor man seinen Hausfinanzierungsvertrag abschließt. Zu dieser Planung gehört auch, sich eine korrekte Einnahmen-Ausgaben Rechnung zu erstellen. Wenn man ein Haus bauen oder kaufen will, ist ein solider Finanzierungsplan mit einer Übersicht der zur Verfügung stehenden Mittel die Grundlage.

Absolute Ehrlichkeit seiner persönlichen finanziellen Situation gegenüber ist die erste Voraussetzung für diese Aufgabe und dafür, dass man später nicht urplötzlich ohne Haus, dafür aber mit hohen Schulden dasteht. Ein Blick auf den amerikanischen Immobilienmarkt lohnt sich, um sich die möglichen Folgen einer unbedachten Entscheidung vor Augen zu führen.

Man muss alle laufenden aber auch unvorhergesehene Kosten, die vor oder nach dem Einzug anfallen berücksichtigen. Man muß Rücklagen bilden, die nach unvorhergesehenen Fällen oder Rechenfehlern ein paarmal die monatlichen Finanzierungsraten bezahlen könnten, auch wenn es schwer fällt.

Auf der Grundlage eines Finanzierungsplanes kann man grob ausrechnen, wie viel Geld man von einer Bank als Darlehen bekommen kann. Ein Beispiel: Für je 50 Euro, die Sie für die Finanzierung monatlich erbringen können, gewähren die Kreditinstitute in der Regel ein Darlehen von etwa 7.500 Euro (bei 6% Zins und 1% Tilgung).

Es gibt vieles zu beachten aber eine sorgfältige Planung ist das erste Standbein für das tragfähige Fundament einer jeden Hausfinanzierung. Ein weiteres Standbein ist die Wahl des Finanzierungspartners.

Die Hausbank hat nicht immer die besten auf dem Markt erhältlichen Konditionen. Ein Vergleich lohnt sich in den meisten Fällen, besonders wenn man dazu das Internet verwendet. Ein Antragsformular ist schnell und unverbindlich ausgefüllt; die Angebote der Finanzierungspezialisten helfen auf jeden Fall, um sich einen ersten Blick über die Angebotslage zu verschaffen. Guenstige Baukredite gibt es – man muss sie nur finden.