Hypothekendarlehen
Bei einem Hypothekendarlehen handelt es sich um ein durch Grundpfandrecht auf eine oder mehrere Immobilien besichertes Darlehen. Als Grundpfandrechte kommen hierbei heutzutage weitgehend Buchgrundschulden zum Einsatz.
Nur in geringem Umfang finden Briefgrundschulden oder Hypotheken in der Praxis noch Anwendung, wenn auch der Wortstamm etwas anderes vermuten lässt. Hypothekendarlehen bilden einen wichtigen Baustein jeder privaten Immobilienfinanzierung.
Sie dienen regelmäßig zur Finanzierung von Bau, Erwerb oder Modernisierung einer Immobilie. Als Darlehensgeber für ein Hypothekendarlehen kommen alle Kreditinstitute der EU, alle Bausparkassen und alle Lebensversicherungsgesellschaften in Frage.
Darlehensnehmer können sowohl natürliche, als auch juristische Personen sein. Eine Beschränkung hinsichtlich der Art der Immobilie existiert nicht.
Die Vorteile eines Hypothekendarlehens sind vielfältig: Anders als bei unbesicherten Darlehen wie z.B. Ratenkrediten steht bei einem Hypothekendarlehen für den Darlehensgeber für den Fall der Nichteinhaltung des Vertrages eine Immobilie als zusätzliche Sicherheit zur Verfügung.
Kommt der Darlehensnehmer seinen Verpflichtungen aus dem Darlehensvertrag nicht mehr nach, kann der Darlehensgeber durch Verwertung der Immobilie (z.B. durch Zwangsversteigerung oder Zwangsverwaltung) das Hypothekendarlehen tilgen.
Diese erhöhte Sicherheit für den Darlehensgeber führt regelmäßig zu günstigeren Darlehenskonditionen als für unbesicherte Darlehen. Durch die Eintragung eines Grundpfandrechts auf die Immobilie, wird der spätere Verkauf der Immobilie leicht erschwert.
Da in der Praxis eine Übernahme des Hypothekendarlehens durch den neuen Eigentümer unpraktikabel ist, sollte parallel zum Verkauf eine Ablösung des Hypothekendarlehens vorgenommen werden. Dies sollte man vor dem Verkauf unbedingt regeln.
Die Leitzinserhöhung Anfang Juli 2008 hat sich kaum auf die Baugeld Konditionen ausgewirkt. Im Gegenteil – die Bauzinsen für Hypothekendarlehen sind nach dem Schritt der Europäischen Zentralbank sogar leicht gesunken.
Anders als bei Unternehmens-, Raten- und Dispositionskrediten orientieren sich die Konditionen von Baudarlehen nicht an den Leitzinsen. Allerdings könnten die Baugeldzinsen demnächst anziehen.
Der Grund dafür ist, dass die Erzeugerpreise zuletzt stark gestiegen sind. Das dürfte in die Inflationsrate einfließen und damit auch Anleihen verteuern. Zehnjährige Hypothekendarlehen sind derzeit ab 5,12 Prozent Effektivzins zu haben.
Auch die Konditionen für 5- und 15-jährige Kredite haben sich um 0,55 Prozentpunkte verschlechtert.
Ein Preisvergleich zahlt sich aus. Top- und Flop-Anbieter von 15-jährigen Darlehen trennt rund ein Prozentpunkt. Über die Jahre addiert sich dieser kleine Unterschied zu immensen Summen.
Zum Teil müssen Kreditnehmer Jahr für Jahr einen vollen Prozentpunkt mehr Bauzinsen zahlen als für ein Darlehen mit einer Zinsbindung von 15 Jahren. Dann ist es auch für risikoscheue Darlehensnehmer besser, ein Darlehen mit 15 oder 20 Jahren Zinsbindung zu nehmen und die Zinsersparnis lieber für eine höhere Tilgung zu nutzen.
Die Hypothek erlischt durch die Erklärung des Gläubigers, er gebe sie auf, und durch die entsprechende Löschung im Grundbuch; ferner dann, wenn der Gläubiger auf dem Wege der Zwangsvollstreckung bedient wird.
Eine Hypothek kann in Form einer Brief- oder Buchhypothek bestellt werden. Bei der Buchhypothek erfolgt nur die Eintragung ins Grundbuch, während bei der Briefhypothek das Grundbuchamt dem Gläubiger zusätzlich noch einen Hypothekenbrief erteilt.








